Praxis für Logopädie und Lerntherapie JUTTA FRANZ‑PAUL


Dysarthrie

Als Ursache einer Dysarthrie liegt eine Schädigung im zentralen oder peripheren Nervensystem vor. Es handelt sich hierbei um eine neurogene Sprechstörung (im Gegensatz zur Sprachstörung bei einer Aphasie), bei der es zu einer Beeinträchtigung der am Sprechen beteiligten Organe kommt (z. B. Zunge, Gaumensegel, Lippen). Da es sich bei einer Dysarthrie um eine Störung der Motorik der Muskulatur handelt, ist nicht nur das Sprechen beeinträchtigt, sondern z. B. auch das Kauen, das Schlucken und die Mimik. Bei dysarthrischen Störungen sind Atmung, Stimmgebung (Phonation) und Artikulation (Aussprache) betroffen. Von daher spricht man auch von einer Dysarthrophonie.

Symptome können sein:

  • verwaschene undeutliche Artikulation
  • rauer, gepresster und manchmal auch nasaler Stimmklang
  • zu leises oder zu lautes Sprechen
  • monotones Sprechen
  • beschleunigtes oder verlangsamtes Sprechtempo
  • Veränderung der Sprechatmung.

In Abhängigkeit vom Ort der Hirnschädigung zeigen sich unterschiedliche Formen von Dysarthrien wie z. B. bei:

  • Schlaganfall im Hirnstamm oder Kleinhirn
  • Schädel-Hirn-Verletzung
  • Hirnblutungen
  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
  • Bulbärparalyse
  • Chorea Huntington

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